sie um den Verstand bringen
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Sie um den Verstand bringen

Wer es schafft, allein mit den Fingern, eine Frau um den Verstand zu bringen, kämpft sich damit auf den goldenen Thron ihrer versautesten Fantasien. „Du machst es besser, als ich es mir je selbst machen könnte“ hören nur Männer, die verdammt gut mit ihren Fingern umgehen können. 

von Luca Felix | Lesedauer: 8 Minuten | Foto Luca Felix

Wenn sich Männer fragen, ob sie eigentlich richtig gut im Bett sind, denken sie meist an die Performance mit ihrem besten Stück. Ob ihr Penis hart genug ist und sich ihr Repertoire an Stellungen sehen lassen kann. Ob die Dauer stimmt, das Tempo und überhaupt.

Zugegeben, das ist nicht unerheblich, aber lange nicht das Einzige, worauf es ankommt. Denn ein guter Handjob zwischen den Schenkeln einer Frau gehört ebenfalls zur Königsklasse.

Wie stehts es um Deine Fingerfertigkeit? Bist Du in der Lage, sie allein mit Ihren Händen (und zwar nur mit den Händen; Zunge und Lippen zählen nicht!) richtig, richtig scharfzumachen? 

Fakt ist, ein exzellenter Beischläfer muss noch lange kein guter Fingerakrobat sein.

Dabei gibt es kaum etwas, das Frauen so scharf macht wie ein Mann, der seine Finger richtig einzusetzen versteht. Inzwischen dürfte bei allen angekommen sein, dass „reinstecken und umrühren“ nicht das Nonplusultra ist und Rubbeln allein keine Lady glücklich macht. 

Sie um den Verstand zu bringen

Ein guter Handjob zwischen den Schenkeln einer Frau gehört – genauso wie der Cunnilingus – tatsächlich zur Königsklasse. Schließlich hat das Fingern gegenüber klassischem Geschlechtsverkehr den entscheidenden Vorteil, dass es quasi überall geht.

Die Hand mal eben im dunklen Kino in ihrem Höschen verschwinden zu lassen ist nicht nur unkompliziert, sondern vor allem auch eine ziemlich verdorbene Angelegenheit.

Zweite Erkenntnis: Es kommt nicht in erster Linie auf eine besonders ausgefuchste Technik an; manchmal sind es auch der Ort oder die Umstände, die den Sex mit dem Finger zu etwas so Besonderem machen.

Die 7 goldenen Regeln beim Fingern:

1. Eintritt nur für Saubermänner

Sorry, dass ich es noch einmal explizit erwähne, aber gepflegte Finger und Fingernägel sind einfach Grundvoraussetzung, um der Lady ein gutes Gefühl zu geben. Keine Frau lässt sich gern von schmuddeligen, ungepflegten Händen oder langen, scharfkantigen Fingernägeln berühren. Schon gar nicht an ihrer heiligsten Stelle.

2. Nicht zwingend über die Schwelle treten

Fingern heißt nicht zwingend den oder die Finger in sie einzuführen. Manche Frauen mögen es nicht gleich oder überhaupt mit der Hand penetriert zu werden und können sich viel besser fallen lassen, wenn man sich lediglich ihren Schamlippen, ihrer Klitoris oder dem Eingang ihrer Vagina widmet.

Ob die Frau Lust darauf hat, deine Finger in sich aufzunehmen, merkst Du  ziemlich schnell. Beispielsweise, indem sie ihre Schenkel weiter öffnet oder deine Hand eigenständig zu ihrer Lusthöhle dirigiert.

Immer noch nicht sicher? Beschreibe mit dem Ringfinger und leichtem Druck kleine Kreise rund um ihren Eingang. Ist er feucht und die Berührung lässt sie (lauter) stöhnen? Dann wage Die  langsam vor. Bestenfalls nicht gleich mit drei Fingern und schon gar nicht bis zum Anschlag. Aber das versteht sich hoffentlich von selbst.

3. Immer schön geschmeidig bleiben

Nichts ist so unangenehm wie ein staubtrockener Finger zwischen den Schamlippen einer Frau. Keine Körperstelle verfügt über so viele Nervenenden wie die Klitoris.

Um es in Zahlen auszudrücken: Mit bis zu achttausend Nerven sind es doppelt so viele wie beim Penis. Du hast es also mit einer echt sensiblen und sehr empfindlichen Stelle zu tun. Bevor Du vorsichtig ihre Schamlippen teilst, sorge für genügend Feuchtigkeit.

Ist sie bereits feucht, genügt es meist ein wenig ihrer Scheidenflüssigkeit mit dem Finger auf der Klitoris zu verteilen. Du kannst den Finger natürlich auch mit deinem oder ihrem Speichel anfeuchten. Nur bitte machen es nicht wie in einigen Pornos: Spucke niemals direkt zwischen die Beine! Das ist echt und ehrlich unterste Schublade.

4. Für mehr Gleichberechtigung

Ähnlich wie beim klassischen Geschlechtsverkehr kommen viele Frauen nicht allein durch die Stimulation ihrer Vagina zum Orgasmus. Vernachlässige daher nicht den Rest, wenn Du mit deinen Fingern in ihr bist. Eine gängige Variante ist, mit dem Daumen ihren Kitzler zu massieren, während Zeige- und Mittelfinger in ihrer Vagina stecken.

Probiere doch mal folgende Variante: Du lässt sie auf deinen Schoß sitzen, spreizst mit deinen Beinen ihre Schenkel und zwar so, dass Sie ihre Vagina bequem erreichen können. Zeige- und Mittelfinger leicht krümmen und von oben in sie eindringen.

Dein Handballen dürfte sich dabei auf Höhe ihrer Klitoris befinden. Damit übst Du nun großflächig und in langsam kreisenden Bewegungen Druck auf Schamlippen und Klitoris aus, während Du mit den Fingern ihren G-Punkt streichelst.

5. Du bist nicht ihr Frauenarzt

Manche Männer mutieren beim Fingerspiel aus unerklärlichen Gründen zum Hobby-Gynäkologen und hocken mit hoch konzentriertem Blick zwischen den Schenkeln der Frau. Das sieht nicht nur seltsam aus, sondern ist auch für die Frau höchst unangenehm.

Teenies, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine echte Vagina vor sich haben und aus dem Staunen nicht mehr raus kommen, sei an dieser Stelle verziehen. Für alle anderen gilt: Bitte nicht starren! Viel besser: Auch beim Fingern nicht den Körperkontakt vernachlässigen.

Zum Beispiel, indem Du die Dame dabei im Arm hältst, mit der anderen Hand ihre Schenkel streichelst oder Du deinen Körper an sie presst. Übrigens: Ein „Du fühlst Dich so verdammt gut an!“ kommt an dieser Stelle bei Frauen tatsächlich genauso gut an wie es klingt.

6. Die Kunst der Langsamkeit

Keine Frage: Wenn die Liebste irgendwann richtig in Fahrt gerät, kommst Du mit deiner Hand unter Umständen gar nicht so schnell nach, wie sie es in dem Moment gerne hätte. Heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass viel auch viel hilft.

Gerade am Anfang, wenn es darum geht, sie überhaupt erst anzuheizen, sind langsame, zarte Berührungen von Vorteil. Die Schöne soll schließlich Lust auf Mehr bekommen, hungrig nach deinen Berührungen und nicht gleich überrollt werden.

In der Regel signalisieren Frauen ganz von selbst, ob Du das Tempo anziehen oder ob Du sie heftiger oder mit mehr Druck verwöhnen sollen. Entweder, indem Sie es Ihnen ins Ohr raunt, oder deine Hand führt.

Lass Dir von ihr ruhig helfen, Sie weiß, was ihr am Besten gefällt, was ihr gut tut. Sei auf keinen Fall beleidigt, sondern sieh es vielmehr als wunderbare Chance an, vom Profi zu lernen.

7. Keine Orgasmus Jagd veranstalten

Du möchtest schon immer mal eine Frau zum Spritzen bringen, wie Du es irgendwann mal im Porno gesehen haben? Und diese Sache mit dem G-Punkt lässt Dich auch nicht los?

Wenn solche Dinge Dir unter den Nägeln brennen, dann sei so nett und sprich es bei ihr an, bevor Du wild drauflos ackerst. Frauen (ebenso wenig wie Männer) sind nun einmal keine Maschinen, die so und so funktionieren, je nachdem, welche Knöpfe man drückt. Andernfalls endet deine lieb gemeinte Fingerakrobatik in verbissenem Gestochere, von dem letztlich keiner was hat.

Sie kommt partout nicht zum Orgasmus? Na und? Dann eben beim nächsten Mal. Sei auf keinen Fall beleidigt oder verzweifelt. Besser: Miteinander reden oder (noch besser) ihr bei der Selbstbefriedigung zuschauen und lernen. Auf diese Weise findest Du ganz schnell heraus, was ihr wirklich gefällt.

Wenn Du irgendwann so gut darin bist, sie mit nur deinen Händen um den Verstand zu bringen, dass sie Dir ins Ohr flüstert „Du machst es besser, als ich es mir je selbst machen könnte“, darfst Du Dir gedanklich auf die Schulter klopfen und mir im Stillen für meine Tipps danken.

Habe ich mit meinem Ratgeber “den Punkt getroffen”? Ich bin schon auf deinen Kommentar gespannt.

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